Islands Stürme – Achtung festhalten!

Islands Stürme – Achtung festhalten!

Island ist windig – sehr windig. Wer hier lebt hat sich möglicherweise bereits mit dem Sturm angefreundet. Doch wer noch nie einen richtigen Island-Sturm erlebt hat, der wird wohl erstmal überrascht sein, wie wild es hier zur Sache gehen kann.

Islands gehört nicht umsonst zu einem der windigsten Länder der Welt. Schuld daran ist das sogenannte Islandtief. Dieses bildet sich immer wieder neu südwestlich von Island und bestimmt unter anderem auch das Wetter in Deutschland während der Wintermonate. Es entsteht durch das Zusammenströmen von kontinentalen Kaltluftmassen aus dem Westen und warmen Strömungen. Die Warmluft gleitet nun auf die Kaltluft und es kommt zu Verwirbelungen. Dieser Umstand sorgt dafür, dass es nicht nur wie aus Kannen gießt, sondern auch Orkanartige Winde entstehen können.

Im letzten Jahr wurden Rekordwindstärken von 252 km/h im Hochland Islands gemessen. Das ist nicht nur heftig, sondern auch ziemlich gefährlich. So geraten vor allem immer wieder Touristen in gefährliche Situationen und müssen oft gerettet werden. Abgerissene Autotüren, Sandstürme, zerdrückte Frontscheiben – Keine Einzelfälle.

Gerüstet für den Sturm

Die Isländer sind seit Jahren für diesen heftigen Stürme gerüstet und halten sich dann meist Drinnen auf – im Gegensatz zu den meisten wagemutigen Touristen. Als perfektes Schutzschild hat sich eine Kombination aus Wellblech und Beton herauskristallisiert, weshalb die meisten Häuser dort zu gebaut sind. Es gibt kaum ein Gebäude in Island, in dem Fenster vollständig geöffnet werden können – alles als Sicherheitsmaßnahme gegen die Stürme.

Sturmfrei an Schulen 

Islands Schulen kennen kein „Hitzefrei“. Hier gibt es aber tatsächlich „Sturmfrei“. Ist der Sturm zu extrem, fällt die Schule manchmal sogar komplett aus. Zu gefährlich wäre bereits der Weg zur Schule. 

Für euch ist wichtig zu wissen, dass die Stürme besonders im Herbst und Frühjahr extreme Ausmaße annehmen können. Ihr solltet euch immer über die Wetterbedingungen informieren und Warnungen niemals auf die leichte Schulter nehmen. 



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